Das Revolutionsoberhaupt zu Schülern und Studenten

Bei diesem Treffen kurz vor dem 23. Aban, dem Nationaltag der Bekämpfung des Weltimperialismus, bezeichnete Revolutionsführer Ajatollah Khamenei den jetzigen Zeitabschnitt als Phase der Festigung der Stärke und des Ansehens der Nation und der Planung für den Fortschritt der Iraner. Er betonte die Bedeutung der allgemeinen Wachsamkeit, des Bewusstseins und der Klugheit aller insbesondere der Jugend in dieser Phase. Ajatollah Khamenei sagte auch, der entscheidende Punkt für die Deutung der jetzigen Lage und den Entwurf der zukünftigen Bewegung sei die Einsicht in die Wahrheit, dass der Kampf der Islamischen Republik und der iranischen Bürger gegen den Imperialismus keine unlogische und emotionale Bewegung ist, wie einige behaupten, sondern im Gegenteil ein Kampf ist, der auf Vernunft und Erfahrung und Wissen basiert.

Ajatollah Khamenei verwies darauf, dass die Beachtung der lehrreichen Erfahrungen der Völker irrtümlichen Standpunkten und Kalkulationen vorbeugen und sagte: „Angenommen wir lassen die klaren Verse im Heiligen Koran über den Widerstand und den Kampf gegen Unrecht und arrogante Herrenmächten einmal außer Betracht, so signalisiert bereits das schwerwiegende Ereignis in Form des Militärputsches am 28. Mordad 1332 (August 1953) wie den USA zu begegnen ist."

Das Revolutionsoberhaupt beschrieb die wichtigen Ereignisse während der Bewegung zur Nationalisierung der iranischen Erdölindustrie und nannte das Vertrauen und die Hoffnung Dr. Mosaddeqs (dem damaligen Ministerpräsidenten) in die USA einen historischen Fehler. Er sagte: „Mosaddeq wollte sich gestützt auf die USA gegen England wehren. Aber dieser unbegründete Optimismus, und diese Leichtgläubigkeit und Unbedachtheit schufen die Voraussetzungen für den Erfolg des Militärputsches der Amerikaner. Es war ein Militärputsch, durch den alle Bemühungen der Nation um Nationalisierung des Öls ergebnislos wurden. Durch ihn wurde das fremdabhängige absolutistische Pahlavie-Regime wiederbelebt und der geliebte Iran war 25 Jahre lang den schwersten nationalen Schäden und politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Schlägen ausgesetzt."

Ajatollah Khamenei verwies auf die intensive Einmischung der Amerikaner nach dem genannten Militärputsch und sagte: „Völker, die keinen geeigneten Führer besitzen, bleiben gegenüber solchen harten Bedingungen passiv und beugen sich, aber die iranische Nation wurde dank des göttlichen Segens in Form der Führung von Imam Chomeini immer aufgeklärter und bewusster und nahm in ihrer islamischen Bewegung das fremdabhängige Pahlavie-Regime und seinen Hauptunterstützer nämlich die USA ins Visier."

Indem er sich auf die Äußerungen Imam Chomeinis (Gott erbarme sich seiner) im Jahre 1963 über den tiefen Abscheu der Nation gegen den damaligen US-Präsidenten berief, sagte Ajatollah Khamenei weiter: „Dieser mächtige und entschlossene Führer, der fest an die göttlichen Verheißungen glaubte, hat, von den Anfängen der Bewegung an, dem Volk klargemacht, dass die USA hinter allen Boshaftigkeiten und Intrigen stecken." Er rief die feindlichen Maßnahmen der USA gegen die Islamischen Revolution gleich in den ersten Monaten nach ihrem Sieg in Erinnerung und fuhr fort: „Die Amerikaner hatten nach der Revolution noch längere Zeit in Teheran eine Botschaft und Kontakte zu der iranischen Regierung, aber sie haben nicht einen Tag von ihren Verschwörungen abgelassen. Anhand dieser historischen Erfahrung sollten einige einsehen, dass Kontakt und Freundschaft nicht das Ende der Feindseligkeiten der Amerikaner bedeuten."

Ajatollah Khamenei sagte, die Stürmung der US-Botschaft durch eine Gruppe von Studenten sei eine Reaktion auf die Fortsetzung der Komplotte Washingtons und darauf gewesen, dass die USA den entschiedenen Feind des Volkes, nämlich den Schah aufgenommen hatte. Er erklärte weiter, dass die Papiere und Dokumente, die in der US-Botschaft gefunden wurden, ein Beweis dafür sind, dass diese Botschaft wirklich ein Spionagenest und die Zentrale für die unablässigen Verschwörungen gegen die iranische Nation und die junge Islamische Revolution gewesen ist.

Ajatollah Khamenei sagte, dass man sich über die Dokumente, die im Spionagenest gefunden wurden, Gedanken machen und daraus lernen muss. Er sagte: „Diese Dokumente zeugen deutlich davon, dass die Amerikaner während der Entstehung der Bewegung, als das schändliche monarchistische Regime gegen die Bevölkerung vorging, und ebenso nach der Revolution, unentwegt darum bemüht waren, der iranischen Bevölkerung einen Schlag zu versetzen."

Ajatollah Khamenei bezog sich auf die Memoiren des amerikanischen Generals Huysers, der im Januar 1979 zur Rettung des Schah-Regimes nach Iran gekommen war, und sagte: „Diese Memoiren offenbaren deutlich, dass die USA den Generälen des Schahs zur Tötung der iranischen Bürger geraten und sie dazu angespornt haben."

Als weitere Bestandteile der amerikanischen Verschwörungsserie nannte das Revolutionsoberhaupt die Unterstützung für separatistische und anti-revolutionäre Aktivitäten, den Noje-Militärputsch, den Ansporn Saddams zum Angriff auf Iran und die zunehmenden Hilfen an den Diktator von Bagdad während des 8-jährigen auferlegten Krieges. Er unterstrich, dass die Amerikaner seit 37 Jahren versucht haben, die Revolution zum Scheitern zu bringen, was ihnen jedoch dank Gottes Hilfe nicht gelungen ist oder gelingen wird. Er sagte, die Erinnerung an die Verschwörungsserie des Großen Satans dienen dazu, die USA besser zu kennen und fügte hinzu: „In den letzten Jahren waren einige ungerechterweise entweder auf Anweisung der USA oder aus Naivität bemüht, die laufenden schlechten Erfahrungen der Nation mit der USA zu vertuschen und das Gesicht der USA schön zu schminken. Sie haben so getan, als ob die Amerikaner heute von den Verschwörungen abgelassen hätten, auch wenn sie einmal der Feind der Iran waren." Er sagte weiter: „Sie wollen damit das wahre Gesicht des Feindes aus der Erinnerung verdrängen, damit die Amerikaner insgeheim ihre feindlichen Machenschaften fortsetzen und im geeigneten Augenblick hinterrücks zuschlagen."

Revolutionsoberhaupt Ajatollah Khamenei unterstrich: „In Wirklichkeit hat sich an den Zielen der USA bezüglich der Islamischen Republik Iran nichts geändert. Sie würden, wenn sie die Islamische Republik vernichten könnten, keinen Augenblick zögern. Aber sie sind nicht dazu in der Lage und mit Gottes Beistand werden sie dank des Einsatzes der jungen Generation, der wachsenden vertieften Erkenntnis der Bevölkerung und dem Fortschritt des Irans auch in Zukunft hinsichtlich Verwirklichung dieses Zieles scheitern."

Mit Hinweis darauf, dass sich einige amerikanische Regierungsverantwortlichen bei den Verhandlungen milde gegeben haben, sagte er: „Hinter ihrem Verhalten verfolgen die USA diesselben feindlichen Ziele wie vorher und die Nation wird diese Tatsache nicht vergessen." Ajatollah Khamenei fügte in diesem Zusammenhang hinzu:

„Einer der amerikanischen Regierungsvertreter hat bei den Verhandlungen seinen Abscheu gegenüber den Krieg erklärt und sogar geweint und einige naive Leute könnten ihm abnehmen, dass er das ehrlich meint.

Aber die pausenlosen Unterstützungen der USA für das verbrecherische, usurpatorische und mörderische zionistische Regime und die Unterstützung für die Vergehen an der jementischen Bevölkerung, entlarven die wahre Natur dieser Behauptungen und dieser Tränen."

Er verwies auf die normalen Beziehungen Irans zu den verschiedenen Ländern und sogar zu Regierungen, die nicht mit der iranischen Nation einverstanden sind, und fügte hinzu: „Trotz dieser Gesinnung betrachtet die iranische Bevölkerung die USA, welche unter jedem vorgeschobenen Argument versucht, ihr einen Schlag zu verletzen und die islamische Republik zu vernichten, nicht als Freund und streckt ihnen nicht die Hand entgegen, denn dies gestatten ihr Religionsgesetz, Vernunft, Gewissen und Menschlichkeit nicht."

Ajatollah Khamenei sagte, dass die allseitigen Aktivitäten der US-Regierung gegen die Islamische Republik andauern und erklärte: „Sie haben allmählich begriffen, dass es die religiösen Überzeugungen sind, die zur Standhaftigkeit des Volkes geführt haben. Daher versuchen sie jetzt mit modernen Mitteln, diese Überzeugungen und Werte anzugreifen. Aber unsere Schüler und Studenten und unsere jungen Menschen werden diese List vereiteln." Er fuhr fort: „Der Feind strebt intensiv danach, unsere Universitäten wie in der Schandzeit der Monarchie zu einer Brücke in Richtung Westen zu verwandeln. Aber dank der Wachsamkeit unserer geliebten jungen Menschen sind die Universitäten eine Empore zu den langfristigen hohen Zielen geworden und unsere jungen Menschen bewahren diesen einflussreichen Status."

 Ajatollah Khamenei führte es auf den Fortschritt und die Stärke der iranischen Nation zurück, dass die Feinde zu Nuklearverhandlungen bereit waren, und fuhr fort: „Sie haben auch bei diesen Verhandlungen feindliche Maßnahmen ergriffen, um eventuell die Bewegung des Volkes zu verhindern."

Der Revolutionsführer unterstrich, die Hervorhebung der Kenntnis von der tiefen Feindschaft der USA gegenüber der iranischen Nation solle nicht bedeuten, dass man interne Schwächen übergeht. Er erklärte weiter: „Bei der Festlegung von Strategien, der Durchführung und den Aktivitäten, der Priorisierung von Angelegenheiten und in anderen Bereichen haben wir Schwachpunkte und der Feind nützt sie in vielen Fällen aus." Ajatollah Khamenei fuhr fort, es sei eine große Gefahr, den eigentlichen Feind zu vergessen und sich mit internen Uneinigkeiten abzugeben. Ajatollah Khamenei betonte: „Wir dürfen den Feind nicht mit denen verwechseln die nur anderer Meinung als wir sind. Der Feind ist jemand, der mit allen seinen Möglichkeien versucht, der Nation einen Hieb zu versetzen und ein Vasallenregime an die Macht zu bringen, welches den Westen verehrt, sich ihm ergibt und sich vor ihm fürchtet. Wir dürfen diesen rachsüchtigen, raffinierten und ernsthaften Feind unter keinen Bedingungen vergessen."

Ajatollah Khamenei sagte weiter: „Kritik führt zu Fortschritt und die Gesellschaft ist frei und hat das Recht zu kritisieren. Aber wir dürfen nicht die historischen Worte Imam Chomeinis vergessen, der gesagt hat: „ Was ihr herausschreien wollt, dass schreit Amerika entgegen."

Ajatollah Khamanei legte den jungen Menschen ans Herz, das Studium und den Wissenserwerb ernst zu nehmen, die Ziele der Allgemeinheit über die privaten Ziele zu stellen und ihr Bewusstsein und ihre Fähigkeit zur Analyse zu erweitern. Er fuhr fort: „Die Stimme des iranischen Volkes ist die einzige hörbare Stimme, die sich in dem Chaos auf der Welt, gegen das Unrecht, die Ausbeutung und den Imperialisms erhebt und die Herzen der Völker und Persönlichkeiten anzieht. Diese laute Stimme dürfen wir nicht verlieren."

Während diesen Worten der laute Ruf „Nieder mit den USA" seitens der versammelten Studenten und Schüler folgte, fügte das Revolutionsoberhaupt hinzu: „Der Ruf des iranischen Nation „Nieder mit den USA" besitzt einen kräftigen logischen und rationalen Rückhalt und geht auf die Verfassung und eine grundsätzliche Denkweise zurück, die kein Unrecht und keine Unterdrückung duldet.

Er erläuterte weiter: „Diese Parole soll bedeuten: Nieder mit der Politik der USA und der herrischen Mächte. Jedes Volk, dem diese Ansicht erklärt wird, akzeptiert sie."
 
Ajatollah Khamenei schloss mit den Worten: „Die iranische Nation setzt fest entschlossen und mit Hoffnung erfüllt ihren Weg fort und die jungen Menschen von heute werden durch Steigerung des Glaubens und der Erkenntnis und gestützt auf die wichtigsten Kriterien zweifelsohne Zeuge einer Ära werden, in der die Völker von dem dunklen Schatten der furchterregenden Giganten befreit worden sind und der geliebte fortschrittliche Iran alle Völker inspirieren wird."
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