Internetseite des Büros des geehrten Revolutionsoberhaupts Seyyed Ali Khamenei

Vor Gästen des Ahl-e Bait(a)Weltforums und der Union Islamischer Rundfunk- und Fernsehsender

Mit Hinweis auf die 6. Vollversammlung des Ahl-e-Bait (a) Weltforums, erklärte Revolutionsoberhaupt Ajatollah Khamenei, die Befolgung des Prophetenhauses (F.s.m.i.) erfordere die Verbreitung von Islamwissen, die Beachtung der göttlichen Gebote, die größtmöglichen Bemühungen auf dem Wege Gottes und den Kampf gegen Unterdrückung und Unterdrücker, Frevel und Frevler. Er sagte, Dschihad für Gott bedeute nicht nur militärisches Vorgehen, sondern schließe auch den Kampf auf kultureller, wirtschaftlicher und politischer Ebene mit ein. Ajatollah Khamenei sagte weiter, ein aktuelles konkretes Beispiel für den Kampf auf Gottes Wegen sei die Feststellung der Vorhaben der arroganten Mächte im Islamischen Gebiet und ganz besonders in der strategisch wichtigen Region Westasien und die Planung für deren Bekämpfung, die sowohl defensiv als auch offensiv erfolgen muss. Das Oberhaupt der Islamischen Revolution verwies auf die imperialistischen Umtriebe in der Region während der letzten hundert Jahre und sagte: „Die Komplotte der arroganten Mächte in der islamischen Region sind schon seit langem im Gange. Aber der Druck und die Umtriebe wurden nach dem Sieg der Islamischen Revolution im Iran verstärkt, um zu vermeiden, dass sich ein solcher Sieg auch in den anderen Ländern wiederholt. “ Er deutete darauf hin, dass die islamisch-republikanische Staatsordnung im Iran seit 35 Jahren Zielscheibe der Drohungen, Sanktionen und politischer Sabotagen ist, und meinte, die iranische Nation sei es gewohnt, unter Druck gesetzt zu werden. Revolutionsoberhaupt Ajatollah Khamenei erklärte: „Die Feinde haben aber nach der Welle des Islamischen Erwachens, die vor einigen Jahren in Nordafrika einsetzte, aus Ratlosigkeit ihre Umtriebe in der Region Westasien intensiviert.“ Ajatollah Khamenei fuhr fort: „Sie glauben, sie hätten die Bewegung Islamischen Erwachens zerschlagen können. Aber diese Bewegung lässt sich nicht zerschlagen. Sie hält an und wird früher oder später ihre Identität beweisen.“ Ajatollah Khamenei bezeichnete die Hegemonieordnung mit den USA an der Spitze als klares Sinnbild des Feindes und unterstrich: „Die USA besitzen keine Spur an Moral und begehen bedenkenlos unter dem Deckmantel schöner Worte und hinter einer lächelnden Maske boshafte Taten und Verbrechen.“ Daraufhin legte Ajatollah Khamenei die Pläne des Feindes in der jetzigen Situation dar und sagte, dass sie auf zwei Eckpfeilern beruhen, nämlich zum einen die Erzeugung von Zwiespalt und zum anderen die Gewinnung von Einfluss. Ajatollah Khamenei sagte hinsichtlich der Spaltungsvorhaben: „Die Hervorrufung von Zwietracht unter den Regierungen und – was noch gefährlicher ist – unter den Völkern, steht auf der Tagesordnung der arroganten Mächte.“ Mit Hinweis darauf, dass man zurzeit zum Beispiel unter den Schiiten und Sunniten zu spalten versucht, bezeichnete Ajatollah Khamenei die Engländer als Spezialisten für Spaltungspolitik und die Amerikaner als deren Schüler. Er fuhr fort: „Die takfiristischen Gruppen, die schreien, entweihen und Gewalt anwenden und bei deren Entstehung die Amerikaner gemäß eigenem Geständnis mitgeholfen haben, sind das wichtigste Instrument zur Hervorrufung angeblicher Religionskonflikte unter den Völkern. Leider fallen auch einige leichtgläubige Muslime wegen fehlender Erkenntnis auf diesen Komplott herein und werden in die Verschwörung des Feindes mit eingeplant.“ Als deutliches Beispiel führte Ajatollah Khamenei den Syrienkonflikt an. Er sagte: „Als in Tunesien und Ägypten die Abgott-Regimes dank islamischer Losungen gestürzt wurden, haben die Amerikaner und Zionisten sich vorgenommen, das gleiche Rezept für die Vernichtung der Staaten des Widerstands (gegenüber Israel) zu verwenden und deshalb haben sie Syrien ins Visier genommen.“ Ajatollah Khamenei weiter: „Nach der Geschichte mit Syrien sind einige unkluge Muslime in den Verschwörungsplan miteingebaut worden. Sie haben die leeren Stellen in diesem Puzzle ausgefüllt und Syrien in die jetzige Lage versetzt.“ Das Revolutionsoberhaupt betonte: „Das heutige Geschehen im Irak, Syrien, Jemen und in den anderen Gebieten, ist keinesfalls ein Krieg zwischen Religionen oder Rechtsschulen, wie man versucht vorzuspiegeln, sondern es ist ein politisch motivierter Krieg.“ Ajatollah Khamenei fuhr fort: „Es ist heute Hauptpflicht, sich um Beseitigung der Meinungsverschiedenheiten zu bemühen… Wir haben klar und offen gesagt, dass die Islamische Republik allen muslimischen Staaten in der Region die Hand zur Freundschaft entgegenstreckt und mit den muslimischen Regierungen keine Probleme hat.“ Das Revolutionsoberhaupt fuhr fort, die Islamische Republik Iran unterhalte mit den meisten Nachbarstaaten freundschaftliche Beziehungen. „Allerdings sind einige Länder gegen uns“, fuhr er fort, wobei er unterstrich, dass der Iran jedenfalls grundlegend gute Beziehungen zu den Nachbarn und den muslimischen Staaten insbesondere zu den Völkern der Region anstrebt. Ajatollah Khamenei bezeichnete die Grundsätze Imam Chomeinis (r.h.) als Grundlagen des Vorgehens der Islamischen Republik und sage, dass die Islamische Revolution aufgrund der Treue zu diesen Prinzipien siegen und festen Fuß fassen konnte. Als eine dieser Grundlagen nannte er die Strenge gegenüber den Nicht-Muslimen und die Barmherzigkeit unter den Muslimen und erklärte: „Aufgrund der Lehre des großartigen Imams (r.h.) und der festen Linie der Islamischen Republik kennen wir keine Versöhnung mit der arroganten Front, streben jedoch nach Freundschaft und Kameradschaft mit unseren muslimischen Brüdern.“ Er fügte hinzu: „Bei der Unterstützung von Unterdrückten spielt die religiöse Rechtsschule für uns keine Rolle. Wir haben unseren sunnitischen Brüdern in Gaza genauso Unterstützung geleistet wie unseren schiitischen Brüdern in Libanon und betrachten die Palästinafrage als das wichtigste Anliegen der Islamischen Welt.“ Ajatollah Khamenei sagte zusammenfassend zu dem Thema Spaltungsversuche in dem islamischen Gebiet Westasiens: „Die Verschärfung von Konflikten in der Islamischen Welt ist nicht statthaft. Wir lehnen jegliches Verhalten und jede Maßnahme, welche Spaltung hervorruft, auch wenn sie vonseiten einiger schiitischen Gruppen erfolgen sollten, ab und verurteilen die Schmähung von Dingen, die den Sunniten heilig sind.“ Das Revolutionsoberhaupt sprach daraufhin von dem zweiten großen Vorhaben der USA, nämlich die Einflussnahme auf die Länder der Region. Er erklärte: „Den USA geht es um ihren jahrzehntelangen Einfluss in der Region und die Wiederherstellung ihres verloren gegangenen Prestiges.“ Ajatollah Khamenei verwies auf die Bestrebungen Washingtons die Ergebnisse der Nuklearverhandlungen auszunutzen und sagte: „Die Amerikaner wollen die Atomvereinbarung, deren Schicksal noch ungewiss ist und bei der noch nicht klar ist, ob sie im Iran oder den USA abgelehnt oder anerkannt wird, als einen Hebel für die Einflussnahme im Iran verwenden. Aber wir haben diesen Weg konsequent blockiert und werden mit aller Macht die Amerikaner an einer wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Einflussnahme oder einer politischen Präsenz im Iran hindern.“ Er hob hervor, dass die Regionalpolitik der Islamischen Republik einen deutlichen Gegensatz zu der Regionalpolitik der Amerikaner bildet und erklärte: „Sie (die Amerikaner) streben die Teilung der Länder der Region in kleinere abhängige Staaten an. Aber mit Gottes Macht wird das nicht geschehen.“ Ajatollah Khamenei erinnerte an seine früheren Warnungen hinsichtlich der Teilung des Iraks und sagte, einige hätten sich damals darüber gewundert, aber nun würden die Amerikaner offen von einer Teilung Iraks reden. Ajatollah Khamenei fügte hinzu: „Es ist ein konkretes Ziel der USA, den Irak und wenn möglich Syrien zu teilen, während wir großen Wert auf die territoriale Integrität der Länder der Region, Iraks und Syriens legen.“ Ajatollah Khamenei fuhr fort, der Iran verteidige die Front des Widerstandes in der Region, darunter den palästinensischen Widerstand, und unterstütze jeden, der das zionistische Regime bekämpft. Als weitere wichtige Strategie Irans bezeichnete er die Bekämpfung der Spaltungspolitik der USA und Zwietracht schürenden Zentren und sagte: „Wir betrachten die Schiiten, deren Sitz und Propaganda-Zentrale in London ist und die der Front der arroganten Mächte dazu dienen, ihr den Weg zu glätten, nicht mehr als wahre Schiiten.“ Das Oberhaupt der Islamischen Revolution verwies darauf, dass die Islamische Republik Iran alle Unterdrückten, darunter die Bevölkerung von Bahrain und Jemen verteidigt, und sagte: “Im Gegensatz zu haltlosen Behauptungen, mischen wir uns in diesen Ländern nicht ein, aber wir setzen die Unterstützung für die unterdrückten Menschen fort.“ Er kritisierte scharf den Mord an Unschuldigen in Jemen und die Verheerung dieses Landes und sagte: „Die Verfolgung einiger politischer Ziele mit stumpfsinnigen Methoden führt zur Fortsetzung der Verbrechen an der jemenitischen Bevölkerung.“ Ajatollah Khamenei sagte zusammenfassend zu diesem Thema: „In anderen Gebieten der Islamischen Welt wie in Pakistan und Afghanistan kommt es zu schmerzlichen Vorfällen, und die Muslime müssen wachsam und klug diese Probleme beseitigen.“ Im Anschluss an diesen Abschnitt seiner Rede bezeichnete das Revolutionsoberhaupt die Union Islamischer Rundfunk- und Fernsehsender als ein wichtiges Zentrum für den Widerstand gegen das sehr gefährliche Medienimperium und die raffinierte Mafia der amerikanisch-zionistischen Medien. Er forderte die Stärkung und Ausbau der Tätigkeit dieser Union. Dabei verwies er darauf, dass die Medien in den meisten muslimischen Ländern noch weit davon entfernt sind, den Wünschen ihrer muslimischen Bevölkerung zu entsprechen und sich nach der gefährlichen Politik der arroganten Mächte richten. Dazu erklärte er: „Das frevelhafte Medienimperium steht, obwohl es behauptet unparteiisch zu sein, mit seinen Fälschungen und Lügen und raffinierten Methoden im Dienste der Ziele der internationalen Gewaltherrscher.“ Ajatollah Khamenei sagte zum Schluss seiner Rede, trotz der Prahlereien der arroganten Mächte und ihrer Anhänger, sei die Macht und Größe des Islams zweifelsohne dank der Existenz von jungen Menschen, Männern und Frauen, die sich auf dem Wege Gottes einsetzen, klar und gewährleistet. Er versicherte, die Zukunft der Region werde den muslimischen Völkern gehören. Nach seiner Ansprache unterhielt sich das Revolutionsoberhaupt noch mit einigen Gästen aus der Nähe. Vor den Ausführungen Ajatollah Khameneis legte der Generalsekretär des Ahl-e Bait-Weltforums einen Bericht über die 6.Sitzung dieses Forums, an der Gäste aus 30 Ländern teilnahmen, vor. Ebenso sprach der Generalsekretär der Union Islamischer Rundfunk- und Fernsehsender über die bisherigen Tätigkeiten dieser Union.
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